Fahrrad

Während meines Urlaubs in London hatte ich einige Videos aufgenommen. Beim Sichten des Materials ergab sich am Bildschirm zufällig ein Standbild, das mich sofort faszinierte: Die Spiegelung der nächtlichen Straßenbeleuchtung und eines vorbeifahrenden Fahrrads auf regennassem Asphalt. Es war ein sehr flüchtiger Moment, den ich als Foto nicht einfangen konnte, aber ich wusste sofort, dass ich dieses Motiv im großen Format malen wollte. Es erinnerte mich an die neue Perspektive auf Wien, die sich mir offenbarte, als ich damals begann, Alltagswege in meiner Heimatstadt mit dem Rad zurückzulegen. Die Vorstellung, auch eine größere Stadt wie London auf diese Weise zu erkunden, fand ich ungemein anspornend und horizonterweiternd. Man kann das Bild also durchaus als Liebesbekenntnis zum Radeln im urbanen Raum verstehen.

Acrylgemälde
Acryl auf Leinwand
140 x 100 cm, Keilrahmentiefe 18 mm
2007