Santiago

Am Jakobsweg durch Südfrankreich, über die Pyrenäen ins Baskenland, weiter durch Asturien und Galizien bis zur Wallfahrtskirche Santiago de Compostela – das war die letzte längere gemeinsame Reise meiner Jugend, die ich zusammen mit meiner Mutter im VW T3 Campingbus unternahm. Diese Reise war eine prägende Erfahrung, die in einem erhabenen Blick in die hohe Kuppel der dunklen, vor spanischem Barock nur so triefenden Wallfahrtskirche kulminierte. Die Heiligen- und Märtyrerbilder, mit ihren fahlen, teils schon verwesenden Hauttönen und gequälten Körpern, beeindruckten mich und beeinflussten später meinen Zugang zur Aktmalerei. Doch in diesem Bild geht es nicht nur um die Erinnerung an jene Eindrücke, sondern vor allem um die architektonische Weite und den dramatischen Kontrast zwischen Licht und Schatten gebannt auf Leinwand unter Verzicht auf eine dritte Dimension.

Das war schon irgendwie eine prägende Erfahrung, die im erhabenen Blick in die Kuppel der dunklen, in spanisches Barock getränkten Wallfahrtskirche kulminierte. Die Heiligen- und Märtyrerbilder mit den fahlen bis verwesenden Hauttönen der gequälten Körper hat mich damals tief beeindruckt und auch meinen Zugang zur Aktmalerei geprägt. Hier in diesem Bild geht es aber vor allem um die architektonische Weite und um den Kontrast aus Licht und Schatten.

Acrylgemälde
Acryl auf Leinwand
80 x 120 cm
Keilrahmentiefe 18 mm
2006

Santiago