Komplementär

2024 veranstaltete ich bei den Tagen der offenen Ateliers erstmalig eine Nusstobola. Was das ist? Ganz einfach: Große und kleine Gäste sammeln während des offenen Atelierwochenendes gemeinsam Wal- und Haselnüsse im Obstgarten und geben eine Schätzung ab, wieviele Nüsse an den beiden Tagen zusammenkommen. Das Paar in der Zeichnung lag mit seiner Schätzung am nähesten dran und gewann deshalb diese Portraitzeichnung. Danke, ihr lieben Eichhörnchen, für eure Hilfe beim Sammeln! So spart ihr mir Zeit bei der Gartenarbeit, die ich dafür in euer persönliches Kunstwerk investieren kann. Klingt nach einem guten Deal oder? Noch dazu habe ich so die willkommene Gelegenheit, ohne Termindruck neue Stile auszuprobieren. Sollten wir in den kommenden Jahren unbedingt wiederholen, diese Nusstombola!

Im Kreis der Familie

In diesem epischen Familienportrait habe ich Bleistifte und Buntstifte so kombiniert, dass die Eltern und Geschwister des Paares alle mit aufs Bild konnten, ohne dass das Motiv allzu unübersichtlich wird. In enger Umarmung steht das Auftraggeberpaar im Mittelpunkt, flankiert jeweils von ihrem jüngeren Ich und eingebettet in den sprichwörtlichen Kreis ihrer Familien. Die Mehrzahl der abgebildeten Angehörigen ist jedoch bereits verstorben. Der offene Kreis wird symbolisch von den Händen des kinderlosen Paares zusammengehalten.

Unser Gartenhaus

Als ein 90. Geburtstag in der Familie anstand, bestellte eine bestehende Kundin wieder ein Geschenk aus dem Atelier für Erinnerungsdesign. Zu sehen sind darauf der aktive Jubilar und seine beiden Töchter an ihrem Lieblingsort, einer urigen Waldhütte, die er vor ca. 60 Jahren gekauft und aufgepäppelt hatte. Auch die Auftraggeberin hatte dort schon viele, schöne Kurzurlaube verbracht. Inspiriert von den Visuellen Lebensläufen auf meiner Webseite entschied sie sich für eine Montage aus verschiedenen Epochen. Hauptmotiv am linken Rand ist der Jubilar in seiner aktuellen Erscheinung. Hinter ihm auf der Veranda sitzt sein jüngeres Alter Ego zusammen mit einer seiner beiden Töchter im Alter von etwa Mitte 20. Mit ihr war er zum ersten Mal in Afrika auf Safari, als sie erst 11 war. Von diesem Urlaub stammt sein Portrait in der Mitte. Dieselbe Tochter sehen wir rechts als erwachsene Frau und nun Mitte 60 mit ihrem geliebten Pferd. Die andere Tochter im Zentrum des Bildes strahl eine Aura von Grande Dame aus, während sie ihrem Vater aus jungen Jahren herzlich die Hand auf die Schulter legt.

Iris & Olgierd

Wären Sie manchmal gern ein Held? Oder eine Figur aus einem Film, einem Märchen, einem ikonischen Werk der Kunstgeschichte oder – wie hier – aus einem Computerspiel? Dieses junge Paar wollte ein repräsentatives Gemälde von sich in den Rollen von Iris und Olgierd von Everec aus dem Spiel „The Witcher 3“. Der große Wandsafe in Ihrer neuen Wohnung sollte damit dekorativ verdeckt werden. In so einem witzigen Gemälde können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Die dargestellten Personen werden zu Komplizen. Cosplay und postmodernes Zitat in einem! Mit Sicherheit sorgt so ein Bild auch für Gesprächsstoff mit Gästen ... 

Familie in Graustufen

Zunächst konnte sich die Auftraggeberin dieses Bildes nicht entscheiden, welche der beiden Fotovorlagen geeigneter wäre, also bestellte sie schließlich zwei Bilder in unterschiedlichen Techniken, um sie miteinander vergleichen zu können. Eines in Farbe als Geschenk für die eigene Familie und eines in Graustufen für die Schwiegereltern. Als Vorlage dienten Urlaubsfotos zusammen mit dem Hund.

Familie in Farbe

Zunächst konnte sich die Auftraggeberin dieses Bildes nicht entscheiden, welche der beiden Fotovorlagen geeigneter wäre, also bestellte sie schließlich zwei Bilder in unterschiedlichen Techniken, um sie miteinander vergleichen zu können. Eines in Farbe als Geschenk für die eigene Familie und eines in Graustufen für die Schwiegereltern. Als Vorlage dienten Urlaubsfotos zusammen mit dem Hund.

Opas Garten

Wenn eigene Familienangehörige zu Palliativpatienten werden, hat man es deswegen nicht leichter, nur weil man selbst in einem mobilen Palliativteam arbeitet. Zumindest kannte die Auftraggeberin dadurch bereits unterschiedliche Angebote zum Thema Abschied. Nachdem ihr Vater verstorben war, wollte sie Erinnerungsdesign persönlich ausprobieren und bestellte eine Zeichnung zum Trost für ihre Mutter. Als Vorlage wählte sie ein Foto von einem glücklichen Moment zwischen ihren beiden Kindern und ihrem Vater, aufgenommen während einem der regelmäßigen Besuche in Opas Garten. Besonders berührt hat sie, wie cool es ihre Kinder fanden, sich selbst in der Zeichnung wiederzuerkennen, obwohl sie inzwischen schon einige Jahre älter waren als auf dem Foto.

Wiedersehen

Dieses Buntstiftportrait war ein Geschenk einer jungen Frau an ihren Mann unmittelbar nach dem Tod seiner Großmutter. Beim Begräbnis hatte er kaum Emotionen gezeigt, doch seine Frau wusste, dass die Oma für ihn stets eine wichtige Bezugsperson war. Sie hatten geplant, die Großmutter noch einmal mit ihren beiden Kindern zu besuchen, doch aufgrund des zunehmend schlechteren Gesundheitszustands kam es leider nicht mehr zu diesem Treffen. Auf Papier ließ sich der Moment jedoch nachholen. Als Vorlage für die Zeichnung musste die Auftraggeberin dafür als „Double“ der Schwiegeroma einspringen und ein Foto mit ihren Kindern in der richtigen Haltung nachstellen.

Taufkerze

Diese Zeichnung von der ganzen Familie entstand anlässlich der Taufe des jüngsten Sohnes. Die Zeichnung wurde digitalisiert und auf eine große Blockkerze mit 2 Dochten übertragen. Die Auftaggeberin und Oma des Täuflings überreichte die Kerze als Geschenk und konnte sich die Zeichnung zur Erinnerung selbst aufhängen.

Chamäleon

Wie die Personen im Motiv angeordnet sind, gibt Auskunft über ihr Verhältnis zueinander. Eine kleine Handgeste oder ein Blick machen dabei oft einen großen Unterschied. Bei diesem Auftrag zeichnete ich jede Person auf ein separates Blatt. Dadurch können Betrachter die Figuren selbst umgruppieren, um unterschiedliche Konstellationen durchzuspielen oder um Ihren Verlust zu verdeutlichen, indem Sie Verstorbene aus dem Bild nehmen. Andererseits ist das nützlich, wenn Angehörige nicht einer Meinung sind, wer mit wem abgebildet werden soll. Möglich wird das in diesem Bild durch geschickt platzierte Hände, die in unterschiedlichen Kombinationen verschiedenen Personen zu gehören scheinen. Auch der Hintergrund kann bei dieser Darstellungsvariante jederzeit nach Belieben variiert werden.

Loss da nix gfoin

Auf diesem Geburtstagsgeschenk für einen Katzenpapa ist der Jubilar [rechts] vereint mit seinem Enkelsohn, seinem verstorbenen Vater [links] und zwei seiner Lieblingsmiezen zu sehen. Auch sie schnurren bereits in den ewigen Jagdgründen. Der Ausspruch "loss da nix gfoin!" war ein typischer Leitsatz in der Familie und gilt natürlich auch für den Jüngsten.

Zwiebelprinzip

Bei diesem Generationenportrait vom verstorbenen Großvater mit seinem Sohn, der selbst kürzlich Vater geworden ist, mit dem Babysohn bzw. Enkel, muss ich immer an eine Matrioschka denken – nur eben die männliche Variante davon. Faszinierend, wie sich das Leben aus sich selbst heraus verjüngt und welchen Schutz und Anker uns die vorangegangenen "Schichten der Lebenszwiebel" bieten. Zum Weinen schön, der Gedanke ; )

Verlobung

Dieser Mann erhielt von seiner Zuküftigen ein Verlobungsgeschenk mit emotionalem Mehrwert. Auf dem Bild steht er im Mittelpunkt zwischen den beiden wichtigsten Frauen in seinem Leben: seiner Mutter und seiner Braut. Doch die Beziehung zwischen Schwiegermutter und Schwiegertochter kann nur symbolisch am Papier stattfinden, da die Mutter früh verstorben ist und sich die beiden somit nie persönlich kennenlernen konnten.

Vereint am Papier

Miriam hatte den Herzenswunsch ein gemeinsames Bild von ihren kleinen Zwillingen, ihrem dreijährigen Sohn und ihrem vor 15 Jahren verstorbenen Papa zu haben – eine klassische Aufgabenstellung für Erinnerungsdesign, die sich mit den Möglichkeiten der Fotografie so nicht mehr realisieren lässt. Die Kundin war sprachlos vor Glück, als sie die Bleistiftzeichnung zum ersten Mal sah.

Galloway

Janette [links im Bild] wollte ihrem Bruder [rechts] ein besonderes Geburtstagsgeschenk machen: Ihr Vater [Mitte] war plötzlich verstorben, als sie erst 21 und ihr Bruder 24 Jahre alt waren. Leider gab es kein gemeinsames Foto von den Dreien im Erwachsenenalter. Daher setzten wir aus Einzelfotos ein Motiv zusammen, das die Drei zusammen mit der kleinen Nichte der Kundin in einer liebevollen Umarmung zeigt. Der Vater war Züchter von Galloway Rindern, wie man an seinem Hemd erkennen kann. Die Geschwister führen den Hof nun alleine weiter.

Motorsport-Dynastie

Bei diesem Projekt ging es wieder um einen früh verstorbenen Vater. Die Kundin schenkte ihrem Mann [rechts im Bild] eine Zeichnung, die ihn im Rennanzug mit ihrem gemeinsamen Sohn im Arm neben seinem verlorenen Vater [links] zeigt. Von ihm hat er bereits in jungen Jahren die Leidenschaft für den Motorsport geerbt und wird sie wohl an die dritte Generation weitergeben.

Opa posthum

Wenn ein Leben endet und ziemlich zeitgleich in derselben Familie neues Leben entsteht, beschert das manchen von uns eine Gänsehaut ... Dieses fiktive Portrait zeigt den zu früh verstorbenen Großvater mit seinen Enkelkindern im Arm, die er zu Lebzeiten nicht mehr kennenlernen konnte. Das Bild wurde als Geschenk für die Generation dazwischen bestellt.

Herzlich verbunden

Drei Generationen auf einem Hochzeitsbild vereint: das Paar, Bruder und Eltern der Braut sowie ihre Großeltern mütterlicher- und väterlicherseits. In der Realität war das leider unmöglich, weil manche Personen schon verstorben waren oder aufgrund einer Trennung nicht mehr an Familienfesten teilnehmen. In der Fantasie und auf dem Papier lassen sich Menschen zusammenführen, die im Herzen für immer verbunden sind. Wer mag, kann die Personenanordnung als Herz deuten ... Oder die floristischen Trends über die Jahrzehnte vergleichen. Die Zeichnung ging an den Brautvater als Geschenk zu dessen 60. Geburtstag.

Weibliche Linie

Diese Bilderserie holt drei Generationen einer Familie auf eine Bildebene: Groß­mut­ter, Mutter und (Enkel-)Tochter. Die Portraitierten erleben sich dadurch als zusammengehörig und aufeinander bezogen. Die Gegenüberstellung verdeutlicht ihre jeweilige Rolle in einer Generationenfabolge, die unendlich lange vor ihnen begonnen hat und sich auf der anderen Seite des Betrach­tungs­ausschnitts auch weiter fortsetzen kann – wie drei einzelne Frames in einem „Film des Lebens“. Die Portraitierten können die drei Einzelblätter beliebig zueinander anordnen und sich so gleichsam in die ande­ren beiden Rollen hineindenken.

Halt geben

Bei der konfessionslosen Willkommensfeier dieses Buben entstanden viele Fotos. Leider konnte sein Onkel an der Feier nicht teilnehmen. Um ihm dafür zu danken, dass er die Rolle des Lebenspaten übernommen hat, schenkten ihm die Eltern dieses Portrait, auf dem das Kind von Erwachsenenhänden getragen und geführt wird. Die Annahme, dass die Hände von Mama und Papa im Bild zu sehen sind, ist richtig und naheliegend, aber da die Gesichter der Eltern nicht abgebildet sind, werden die "anonymisierten" Hände zum Symbol für das Versprechen des Paten, diesem Kind Halt zu geben in der Welt, wenn die Eltern dieser Aufgabe nicht nachkommen können.

Szenen [vor] einer Ehe

Die Frage "Wie habt ihr euch kennengelernt?" lässt sich witzig und übersichtlich durch eine Bildgeschichte beantworten. Diese Darstellungsart ist besonders vorteilhaft, wenn das – wie bei einer Hochzeit – viele Leute gleichzeitig erfahren möchten. Das Bild kann als Gestaltungselement zum Beispiel auf Einladungen oder Menükarten in eine Hochzeitsfeier eingebunden werden. Gemeinsame Erinnerungen so zu verewigen, ist nicht nur ein ausgefallenes Hochzeitsandenken sondern wirkt auch sehr berührend, wenn man es vom eigenen Partner bzw. der Partnerin zum Jahrestag geschenkt bekommt. Als Vorlage dienen Fotos und ein Gespräch über die Meilensteine der Beziehung.

Nostalgie für die Ohren

Für meine liebe Kollegin, die Sängerin und Liedermacherin Margot Selina Wendt, durfte ich Ohrringe mit dem Hochzeitsportrait ihrer Eltern anfertigen. Wir haben uns im März 2020 auf der Seelenfrieden, einer Messe für alternative Bestattungskultur, kennengelernt. Margot bietet nämlich auch individuelle Trauerandenken an, aber ihr Medium ist die Musik. Wie sie die Ohrringe mit dem Hochzeitsbild meiner Großeltern gesehen hat, meinte sie: "warum warten, bis jemand stirgt, so ein Andenken möcht' ich vorher schon haben." Die Ohrringe trägt sie jetzt selbst und die Zeichnung hat sie ihren Eltern geschenkt – wunderbare Idee, find ich!

Unbunt

Junge Eltern mit ihrem ersten Baby. Eigentlich könnte das ein ganz normales Familienportrait sein, wäre es nicht als Trauerandenken an eine Tochter entstanden, die mit einer Krankheit ohne Überlebenschancen zur Welt kam. Das Bild von einer glücklichen Familie – ohne Farben – wird zum Symbol für eine Elternschaft – ohne Kind. Mutter und Vater werden sich ewig daran erinnern, wie sich die Liebe zu ihrer Tochter angefühlt hat, aber das volle Spektrum dieser Erfahrung bleibt ihnen seit dem frühen Tod ihres Kindes verwehrt.

Kurzer Augenblick

Diese Radierung zeigt einen sehr innigen Moment zwischen einem Vater und seiner neugeborenen Tochter. Während all seine Aufmerksamkeit bei ihr ist und er in diesem geborgenen Moment vielleicht sogar wegzudösen scheint, wirkt sie wach und auf etwas konzentriert, das außerhalb des Bildausschnitts liegt. Was wir als Betrachter auf dem Bild nicht sehen, ist die lebensbedrohliche Krankheit des Mädchens, die sie nur wenige Wochen alt werden ließ. Für mich bringt dieses Motiv die unglaubliche Kraft und den Mut der Eltern zum Ausdruck, ihrem Kind die Zeit auf dieser Erde so angenehm und erträglich wie möglich zu machen, obwohl sie aufgrund der Diagnose gleichzeitig mit dem tiefen Schmerz zurecht kommen mussten, dass ihre kleine Tochter bereits dem Tod ins Auge sieht.

Sonnenuntergang

Das letzte gemeinsame Foto von meinem verstorbenen Vater und mir ist etwas Besonderes für mich. Dem wird die Alltagsästhetik von einem Selfie gar nicht gerecht. Deshalb wollte ich das Motiv mit einer besonders aufwendigen Technik – einer Radierung – zu Papier bringen. Ein Vorteile analoger Druckverfahren ist, dass sie hervorragend geeignet sind, um Kleinserien zu produzieren. So wird beispielsweise jede mit dieser Technik hergestellte Sterbenachricht zu einem wertvollen Unikat.

Valentinstag

"Ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, ich möchte ein Aktportrait von mir malen lassen..." Über diese Anfrage einer selbstbewussten jungen Frau hab ich mich sehr gefreut! Sie hatte Bilder im Möbelhaus gesucht und sich dann aber gedacht, schöner wäre es, selbst auf dem Bild dargestellt zu sein. Und so kam es, dass sie ihr individuelles Aktportrait ihrem Mann zum Valentinstag schenken konnte. Für die Leinwand hat sie ein großzügiges Format gewählt, das in den hohen Räumen ihrer Wohnung gut zur Geltung kommt und als Malvorlage hat sie mir selbstgemachte Fotos zur Verfügung gestellt.

Zeitebenen

Die Auftraggeberin dieses "mehrschichtigen" Portraits wollte ihre kürzlich verstorbene Großmutter im Bild wieder vereinen mit ihrem Opa, der bereits mehrere Jahre zuvor gestorben war. Im Bild werden zwei Zeitebenen überblendet: Den Hintergrund bildet eine farbige, lavierte Tuschezeichnung vom Großelternpaar im höchsten Alter, das sie jeweils erreicht hatten. So waren die Großeltern ihren Angehörigen noch gut in Erinnerung. Im Vordergrund, direkt auf das Glas des Objektrahmens geklebt, befindet sich die zweite, in schwarz-weiß gehaltene Zeitebene der 1960er Jahre. Sie zeigt die Großeltern in jungen Jahren. Insgesamt bilden hier also vier einzelne Fotoaufnahmen einen neuen Zusammenhang.

Konstellationen

Ein Familienportrait als Geschenk passt für viele Anlässe. Vor allem, wenn darauf endlich alle Familienmitglieder zusammen abgebildet sind. Selfiefotos von jedem einzeln gäbe es vielleicht, aber alle zusammen vor die Kamera zu bringen, ist schwieriger als gedacht. Für ein Portraitkunstwerk können einzelne Lieblingsfotos, die unabhängig voneinander entstanden sind, problemlos zusammen montiert werden. Auch solche, deren Bildqualität zum Ausdrucken ungeeignet ist. So können fehlende Personen auf einem Gruppenbild ergänzt oder neue bzw. fiktive Personenkonstellationen zusammengestellt werden.

Polterabend

Die Mädelsrunde wollte die Braut mit einem Fotobuch vom Polterabend überraschen. Ich durfte das Buch layoutieren und ein Portrait vom Brautpaar zeichnen, das nicht nur den Bucheinband ziert sondern auch als Hochzeitsgeschenk Eindruck machte. Die Fotos im Buch sind in 10 Kapitel gegliedert, die jeweils einem Gedicht bzw. einer Aufgabe entsprechen, die die Braut während des Polterns absolvieren musste.

Portraitkerzen

Die Kerze ist wohl der Klassiker unter den Ritualgegenständen. Meine Portraitkerzen zeichnen sich durch schlichtes Design in Kombination mit Typografie aus. Beim Entzünden haucht das sanfte Licht des Feuers dem Portrait symbolhaft Leben ein. Das wirkt äußerst berührend! Auf zusätzliche Wachsverzierungen und Symbole verzichte ich daher lieber. Kerzen gibt es in denkbar vielen Formen und Größen, für jeden Anlass und Geschmack das passende Modell, auch in LED-Ausführung oder mit Fackeldocht für den Einsatz in zugigen Locations oder Außenräumen. Die Portraitzeichnung übertrage ich mittels Wassertransferdruck auf die jeweilige Kerze. Ein Untersetzer aus Industriefilz wirkt Beschädigungen entgegen.

Adam & Eva

Die Idee, für ihre Hochzeiteinladung ein Adam & Eva Motiv zu wählen, hatte das Brautpaar selbst. Ich durfte dazu die Buntstift-Illustrationen und das Layout gestalten: ein Aktportrait der beiden laut Foto, das während einem der ersten gemeinsamen Urlaube entstanden war, die fantastische Urwaldkulisse und die symbolträchtigen Feigen für die Rückseite der Einladung. Der Umschlag besteht aus Transparentpapier, sodass man das Paar durch die Blätter hindurch schon von außen erspähen kann. Bei der Hochzeitsfeier kam das Motiv schließlich mehrfach zum Einsatz: auf einer prächtigen Kerze mit Fackeldocht, die während der Zeremonie im Obstgarten entzündet wurde, als Caketopper auf der Hochzeitstorte, auf einem Kochbuch, das als Geschenk an die Gäste verteilt wurde und auf den Säckchen für die Candybar. Detail am Rande: Sogar bei der Gestaltung und Herstellung eines Wachsmodells für den Guss der Eheringe durfte ich die Braut unterstützen!

Familien Leporello

Ursprünglich war das Familien Leporello als Hochzeitsgeschenk konzipiert, mit dem das Paar die angeheiratete und die eigene Verwandtschaft näher kennen lernen kann. Für (angehende) Ahnenforscher ist das Familien Leporello aber zu jedem Anlass ein gutes Geschenk: Hinter den Buchdeckeln entfaltet sich jeweils ein Stammbaum, in den Namen, Lebensdaten, Fotos oder Er­innerungsstücke eingetragen werden. Das Leporello-Format ermöglicht eine außergewöhnliche Darstellung der Ver­wandtschaftsbeziehungen: die Ahnenlinien eines Paares erscheinen als zwei Seiten einer gemein­sa­men Familiengeschichte. Sechs Ge­nerationen können so erfasst werden.

Schwangere Akte [SERIE]

Die Veränderungen, die eine Schwangerschaft im Körper einer Frau auslöst, sind faszinierend, weitreichend und gleichzeitig nur vorübergehend. Ein guter Grund also, um diesen einzigartigen Zustand künstlerisch als Erinnerung für die ganze Familie festzuhalten. Wenn Sie Aktfotos oder Gipsabdrücke nicht in ihrer Wohnung zur Schau stellen möchten, ist ein Gemälde eine geschmackvolle Alternative, die wir ganz nach ihren Vorstellungen und ihrem Lieblingsstil gestalten können.

Aktgemälde [SERIE]

Für meine erste Ausstellung beim Pillichsdorfer Kellergassenfest hatte ich beschlossen, Aktmalerei auf mittelgroßen Formaten auszuprobieren. Bereits bei der ersten Ausstellung 2003 konnte ich einige Werke verkaufen, sodass ich angespornt war, weiterzumachen. Inspiriert haben mich immer möglichst ausgefallene Blickwinkel auf den Körper. Da ohnehin einige Freunde und Studienkolleginnen ein Aktfotoshooting mit mir machen wollten, konnte ich ständig frische Motive aufstöbern.