Die Mädelsrunde wollte die Braut mit einem Fotobuch vom Polterabend überraschen. Ich durfte das Buch layoutieren und ein Portrait vom Brautpaar zeichnen, das nicht nur den Bucheinband ziert sondern auch als Hochzeitsgeschenk Eindruck machte. Die Fotos im Buch sind in 10 Kapitel gegliedert, die jeweils einem Gedicht bzw. einer Aufgabe entsprechen, die die Braut während des Polterns absolvieren musste.
Autor: Kati Pregartner
Portraitkerzen
Die Kerze ist wohl der Klassiker unter den Ritualgegenständen. Meine Portraitkerzen zeichnen sich durch schlichtes Design in Kombination mit Typografie aus. Beim Entzünden haucht das sanfte Licht des Feuers dem Portrait symbolhaft Leben ein. Das wirkt äußerst berührend! Auf zusätzliche Wachsverzierungen und Symbole verzichte ich daher lieber. Kerzen gibt es in denkbar vielen Formen und Größen, für jeden Anlass und Geschmack das passende Modell, auch in LED-Ausführung oder mit Fackeldocht für den Einsatz in zugigen Locations oder Außenräumen. Die Portraitzeichnung übertrage ich mittels Wassertransferdruck auf die jeweilige Kerze. Ein Untersetzer aus Industriefilz wirkt Beschädigungen entgegen.
Bürogestaltung RIZ up Amstetten
Für die Neugestaltung des Amstettner Gründerzentrums RIZ up entstanden sieben Wandbilder jeweils mit einer Kombination aus Zitat und Bildmotiven im Graffitistil. Um die Toiletten im gesamten Gebäude leichter auffindbar zu machen, brachte ich darüber hinaus raumhohe Piktogramme neben den entsprechenden Türen sowie Wegweiser an den Säulen im Foyer an.
Schlüsselmoment
Das erste gemeinsame Zuhause ist ein wichtiger Meilenstein einer Partnerschaft. Um diesen Anlass gebührend zu würdigen, wünschte sich das abgebildete Paar zwei Schlüsselanhänger mit einem gemeinsamen Portrait.
Adam & Eva
Die Idee, für ihre Hochzeiteinladung ein Adam & Eva Motiv zu wählen, hatte das Brautpaar selbst. Ich durfte dazu die Buntstift-Illustrationen und das Layout gestalten: ein Aktportrait der beiden laut Foto, das während einem der ersten gemeinsamen Urlaube entstanden war, die fantastische Urwaldkulisse und die symbolträchtigen Feigen für die Rückseite der Einladung. Der Umschlag besteht aus Transparentpapier, sodass man das Paar durch die Blätter hindurch schon von außen erspähen kann. Bei der Hochzeitsfeier kam das Motiv schließlich mehrfach zum Einsatz: auf einer prächtigen Kerze mit Fackeldocht, die während der Zeremonie im Obstgarten entzündet wurde, als Caketopper auf der Hochzeitstorte, auf einem Kochbuch, das als Geschenk an die Gäste verteilt wurde und auf den Säckchen für die Candybar. Detail am Rande: Sogar bei der Gestaltung und Herstellung eines Wachsmodells für den Guss der Eheringe durfte ich die Braut unterstützen!
Honig Etikette
Die Imkereierzeugnisse meiner Mutter verlangten nach einer angemessenen Verpackung. Von der ursprünglichen Idee einer kleinen rundlichen Imkerin im Imkeranzug, die mit ihrem Besen und den herumschwirrenden Bienen aussieht wie eine "Honigfee", kam ich schließlich zugunsten des begehrlich, aber zerstochen dreinschauenden Schwarzbären ab.
Hiragana Büchlein
Dieses Mini-Büchlein zum Lernen der japanischen Hiragana Schriftzeichen entstand als Geschenk für einen Adventkalender — daher das winzige Format. Layout, Druck und Bindung waren eine dementsprechende Herausforderung : )
Portraitschmuck
Fahrrad
Während meines Urlaubs in London hatte ich einige Videos aufgenommen. Beim Sichten des Materials ergab sich am Bildschirm zufällig ein Standbild, das mich sofort faszinierte: Die Spiegelung der nächtlichen Straßenbeleuchtung und eines vorbeifahrenden Fahrrads auf regennassem Asphalt. Es war ein sehr flüchtiger Moment, den ich als Foto nicht einfangen konnte, aber ich wusste sofort, dass ich dieses Motiv im großen Format malen wollte. Es erinnerte mich an die neue Perspektive auf Wien, die sich mir offenbarte, als ich damals begann, Alltagswege in meiner Heimatstadt mit dem Rad zurückzulegen. Die Vorstellung, auch eine größere Stadt wie London auf diese Weise zu erkunden, fand ich ungemein anspornend und horizonterweiternd. Man kann das Bild also durchaus als Liebesbekenntnis zum Radeln im urbanen Raum verstehen.
Bling Bling
Die Auftraggeberin dieses Gemäldes liebt Pfaue [und Seepferdchen]. Mit diesem Bild im Wohnzimmer kann sie sich jederzeit in einen weitläufigen Landschaftspark mit den prächtigen, radschlagenden Ziervögeln träumen.
Fotos vom Abschied
Da der Verstorbene seinen Körper der Anatomie vermacht hatte, gab es bei diesem Trauerfall zwei separate Abschiedsfeiern: eine private und eine öffentliche, organisiert vom Anatomischen Institut am Wiener Zentralfriedhof. Die Mutter des Verstorbenen war leider nicht mobil genug, um in Wien mit dabei zu sein. Deshalb fasste ich Fotos und Nachrufe von beiden Zeremonien in diesem Abschiedsbuch für sie zusammen.
Bildhauer
2015 verstarb plötzlich ein Freund meiner Mutter. Gemeinsam halfen wir seiner über 80-jährigen Mutter bei der Organisation des Abschieds. Da er seinen Körper der Anatomie gespendet hatte, gab es keinen Sarg bei der Beerdigung. Stattdessen haben wir sehr persönliche Abschiedstexte verfasst und vorgetragen. Als stilgerechte Würdigung für einen bildenden Künstlerkollegen durfte ich seinen visuellen Lebenslauf beitragen. Dieser Lebenslauf fand sich auch als zentrales Gestaltungselement auf der Sterbenachricht und auf Gedenkkerzen bei der Abschiedsfeier. Zudem zierte er das Cover eines Fotobuchs, das die Abschiedszeremonie in seiner Heimatgemeinde sowie die öffentliche Gedenkfeier am Wiener Zentralfriedhof dokumentierte, die vom Anatomischen Institut der Universität Wien organisiert wurden. Auch ein sehr individuelles Sterbebildchen entwarf ich, das in der Kirche und am Friedhof an die Trauergäste verteilt wurde.
Bildhauers Gedenkbild
Das Gedenkbild, wie man es im Anschluss an Trauerfeiern als Andenken an die Gäste verteilt, erhielt hier eine bedeutsame Zusatzfunktion: Es enthält nicht nur Foto und Lebensdaten des Verstorbenen sondern auf der Rückseite eine von mir entworfene Schnittvorlage. Wenn man diese gemäß Anleitung ausschneidet und zusammensteckt, entsteht die vereinfachte Nachbildung einer Skulptur des verstorbenen Bildhauers. Die Bildelemente sind so angeordnet, dass die Informationen der Vorderseite im Inneren der Pyramide erhalten bleiben, wenn man die Skulptur zusammenbaut.
Vase für die Urnennische
In einer Urnennische ist der Platz begrenzt. Deshalb entstand vom Portrait der Verstorbenen eine Vase für Blumenschmuck, die fix in der Nische montiert wurde.
Milchsternchen
2016 durfte ich wichtige Stationen im Leben des Botanikers und ehemaligen Leiters des Linzer Biologiezentrums, Dr. Franz Speta, in eine Portraitgrafik zusammenfassen. Im Zentrum steht der von ihm selbst gezeichnete Zwiebelquerschnitt einer Blume, die er als erster wissenschaftlich beschrieben und nach seiner Frau benannt hat: das Milchsternchen "Prospero Elisae"... Wie romantisch!
Herzlichen Dank für die Wertschätzung an Elise Speta! Sie hat meinen visuellen Lebenslauf ihres verstorbenen Mannes nun auch öffentlich zugänglich gemacht – und zwar über den virtuellen Friedhofsführer am Barbara-Friedhof in Linz. Das Erinnerungsprojekt friedhofsfuehrer.at ist unbedingt einen Klick wert. Besonders empfehlenswert für Leute, die gern auf Friedhöfen spazieren gehen und dabei mehr über das Leben prominenter Verstorbener erfahren möchten.
Windlicht
Als Tischdekoration für die Zehrung meines verstorbenen Bruders bedruckte ich Windlichter mit seinem Portrait. Diese Windlichter konnten die Trauergäste als Dankeschön für die erwiesene Anteilnahme anschließend mit nach Hause nehmen.
Mein Bruder
Mein Halbbruder starb bei einem Autounfall als Beifahrer noch an der Unfallstelle. Als mir mein Vater am nächsten Morgen die schockierende Nachricht überbrachte, verlor er nicht viele Worte. Er bat mich lediglich, ein Bild als Andenken zu zeichnen. Mein Halbbruder war erst 19 Jahre alt, weshalb der Fokus weniger auf vielen verschiedenen Lebensstationen lag, sondern vielmehr auf unterschiedlichen Facetten seiner Persönlichkeit: dem schelmischen Gamer, dem tierlieben Sohn und dem jungen Mann, der dabei war, erwachsen zu werden. Dass es meinem Vater so wichtig war, dieses Porträt zu erhalten, und dass ich dadurch bereits mehrfach Sterbefälle mit Bildern begleitet hatte, war wohl ausschlaggebend für meine Entscheidung, meine Art der Porträtzeichnung als Dienstleistung anzubieten, sodass auch andere Menschen auf diese Weise ihre Erinnerungen bewahren können.
Baking Bread
Dieses Video entstand 2015 als Bildspur für eine Präsentation, die Bernhard vor Arbeitskollegen hielt. Optisch ist das Video eine Anspielung auf die beliebte Serie Breaking Bad.
Katzenhörnchen
Da ich mich von ausgemusterten Textilien schwer trennen kann – besonders, wenn sie aus spannenden Stoffen bestehen – habe ich begonnen Nackenhörnchen in Katzenform daraus zu nähen. Die Füllung besteht aus Dinkelspelzen. Das Kissen passt sich dadurch ergonomisch an jede Situation an und duftet natürlich. Das gefiel auch meinem Kater: Er bildete sofort ein Katzenhäufchen mit dem Polster! ... Eignet sich aber auch perfekt als Geschenk für Katzenliebhaber, die dem Recyclinggedanken etwas abgewinnen können.
Code is poetry
Kaffee trinken im Gelben Krokodil in Linz. Eigentlich alles so wie immer. Nur, dass der Portraitierte gerade einen neuen Job als Codewrangler für WordPress bekommen hat, wie das Logo auf seinem T-Shirt verrät. Das hoffnungsfrohe Gefühl mit Blick nach vorn einen neuen Lebensabschnitt zu verkosten wie einen duftenden warmen Kaffee – festgehalten in einem ganz alltäglichen Moment.
Kasperl für Erwachsene
Zu einer Theaterinszenierung der Promente Oberösterreich durfte ich als externer Gast die Bühnenausstattung beitragen. Im Stück ging es um den Familienvater Heino Hirnschmalz, der alles hinhaut und ein Hausboot kauft. Damit geht die ganze Familie auf eine sehr musikalische Reise donauabwärts. Halt, nicht die ganze Familie! Die Oma bleibt gleich mal zurück, ebenso verschwinden einige der vielen Figuren auf mysteriöse Weise. Und die Moral von der Geschicht? Mafia, Sex und Russenbraut sind für kleine Kinder nicht – obwohl die Protagonisten Handpuppen sind!
Neuer Markt
Umhängetasche ca. 45 x 30 cm Historischer Stich vom Neuen Markt Alte Jeans, Baumwollstoff, Futterseide, Reißverschluss, Ledertag, Gurtband Karabiner, Gurtschieber 2014
Oma kocht
Die Beziehung zu meiner Oma war immer etwas schwierig. Als sie demenzkrank wurde und sich ihre Persönlichkeit Schritt für Schritt aufzulösen begann, erhielt ich erstmals die nötige Distanz, um mich mit ihrer Biografie wertfrei auseinanderzusetzen. Man könnte diesen gezeichneten Lebenslauf auch als späten Akt des Mitgefühls für ihr trauriges Schicksal bezeichnen – ein Mitgefühl, dass ich ihr davor, als sie noch bei klarerem Bewusstsein war, nie schenken konnte, weil unsere Gespräche so oft im Streit geendet hatten. In der linearen Anordnung sieht man sie als Schulkind, als junges Mädchen im kleinbäuerlichen Nachkriegsmilieu, als junge Diätköchin in Vorarlberg, am Hochzeitsfoto, mit meiner Mutter und mir als Kindern, mit meinem Großvater nach 40 Jahren Ehe und schließlich im alzheimerbedingten Wachkoma, in dem sie fast 15 Jahre Ihres Lebens verbringen musste.
Initiative Innenhofgrün
Bernhard Reiter und ich gründeten im Juli 2013 die Initiative Innenhofgrün, da benachbarte Großbauprojekte das gewachsene Ökosystem in unserem Häuserblock (inklusive einiger großer, alter Bäume) gefährdeten. Für diesen Zweck erstellten wir eine Website, um auf unser Anliegen öffentlich aufmerksam zu machen. Ich gestaltete außerdem sämtliche Werbematerialien und ein Logo mit dem Specht aus unserem Innenhof als zentrales Motiv.
Goldhaubengruppe Neuhofen
2012 gestaltete ich den Internetauftritt der Neuhofner Goldhauben- und Hammerherrengruppe Ostarrichi, für den ich auch Fotos machen durfte. Bernhard Reiter übernahm die technische Umsetzung. Um die Website bekannt zu machen, verteilten wir Pins mit der URL der neuen Website.
Blasphemische Votivbilder
Ein Atheist mit optischer Ähnlichkeit zu der Gestalt, die seit Jahrhunderten als "Jesus Christus" identifiziert wird, ist bei jedem Blick in den Spiegel mit einer Ideologie konfrontiert, die er eigentlich nicht verkörpern will. In diesem Spannungsfeld entstand eine Portraitserie, die mit Bildzitaten gespickt ist und visuelle Interdisziplinärdenker zur freien Assoziation anregen soll. Die Fotos zeigen einerseits den Atheisten in typischen Haltungen der christlichen Ikonografie und andererseits Jesu' Doppelgänger in Haltungen, die sekularen Ikonografien entliehen sind – beispielsweise mit dem Vulkanier-Gruß aus Star Trek, in einer an Shepard Faireys Hope-Plakat aus der Obama-Campaign 2008 angelehnten Darstellung oder in einem Che Guevara Zitat. Die Gegenüberstellung macht deutlich, dass das christliche Bildrepertoire seine Monopolstellung bei der Repräsentation von Leid, Erlösung, Hoffnung etc. längst verloren hat.
Kulturhof Neuhofen
Anfang meiner 20er hatte ich eine Reihe erfolgreicher Ausstellungen im Weinviertel, was für mich nicht weit war, da ich ja in Wien wohnte. Freunde und Familie beschwerten sich allerdings des öfteren, warum ich meine Kunst an so "entlegenen Orten" zeige. 2010 freute ich mich also über viele bekannte Gesichter bei meiner ersten Ausstellung im Mostviertel: einer Gemeinschaftsschau mehrerer Neuhofner Künstler*innen im Rahmen der Offenen Ateliers im Festsaal des Neuhofner Kulturhofs. Passend zu diesem Anlass malte ich zwei Außenansichten vom Kulturhof, den ich im Gegensatz zu den meisten Einheimischen architektonisch ansprechend fand und mit dem ich seit einem augen- und ohrenöffnenden Improvisationsseminar, an dem ich als als Jugendliche teilgenommen hatte, auch viele positive Erinnerungen verband. Das spätabendliche Sommersonnenlicht auf der Kirche und den großen Glasfassaden interessierte mich dabei besonders.
Offenes Atelier 2010
Samstag, 16. Oktober 2010, 14 bis 18 Uhr Sonntag, 17. Oktober 2010, 10 bis 18 Uhr Ostarrichi-KulturhofMillenniumsplatz 13364 Neuhofen/Ybbs Die Tage der offenen Ateliers finden auf Initiative der Kulturvernetzung Niederösterreich statt. Exponate Einladung
Grasende Gadse
Wenn ich meinem Kater Katzengras mitbrachte, konnte er es gar nicht erwarten, daran zu knabbern. Davon gelang mir ein Schnappschuss, den ich so witzig fand, dass ich ihn malen wollte: Die grasende Gadse, der Tiger im Großstadtdschungel. Heute freu ich mich über das Portrait von meinem lieben Weggefährten, der leider schon im Katzenhimmel auf mich wartet.
Gezeichnete Motive
Gartenflohmarkt
Dieser dreitägige Flohmarkt diente der Räumung eines alten Innenstadthauses mit lauschigem Hofgarten, in das wir bald als neue Bewohner einziehen wollten. Die Veranstaltung wurde größer als ursprünglich gedacht, denn es kamen zusätzliche Verkäufer aus unserem Bekanntenkreis hinzu, die diese Gelegenheit ebenfalls nutzen wollten, um nicht mehr Benötigtes loszuwerden. Das strahlende Wetter an diesem Wochenende und das offene, gemütliche Ambiente im Hofgarten verwandelten den Flohmarkt zu einer Party, bei der die neuen Nachbarn, alte und neue Freunde, unsere Familien und jede Menge spannende Linzerinnen und Linzer zusammentrafen. Manche Besucher schauten sogar an allen drei Tagen vorbei. Somit bot die Veranstaltung ideale Möglichkeiten, Kontakte in der neuen Stadt zu knüpfen und den bisherigen Bekanntenkreis auf den neuen Wohnort einzustimmen. Im Vorfeld hatten wir die Veranstaltung intensiv beworben. In der Woche darauf holten diverse soziale Einrichtungen und die Sperrmüllabfuhr alle übrig gebliebenen Gegenstände ab, sodass das Haus danach für neue Pläne frei war.
Erinnerungsbuch
Nach der Ermordung einer Freundin hatte ich den Wunsch, ihrem Leben ein Denkmal zu setzen. Dazu griff ich eine Idee auf, die sie selbst vor ihrem Tod gehabt hatte: Sie wollte ein Fotoalbum ihrer Freunde zusammenstellen. In enger Zusammenarbeit mit ihrer Schwester erstellte ich ein Gedenkbuch bestehend aus Nachrufen von 36 verschiedenen Autoren (Familie, Freunde, Lehrer, Arbeitgeber). Die Beiträge entsprechen jeweils Kapiteln, die in invers chronologischer Abfolge (vom Begräbnis rückwärts bis zur Geburt) wichtige Etappen in der Biografie der Verstorbenen repräsentieren und durch Fotos und Zeichnungen aus ihrem Leben illustriert sind. Das Schlusskapitel bildet eine autobiografische, parabelhafte Erzählung, in der die Verstorbene selbst ihre Persönlichkeit reflektiert und Fremdzuschreibungen zT konterkariert. Jedem Kapitel ist zudem eine Symbolpflanze zugeordnet, die für die botanisch interessierte Ermordete von Relevanz war.
Heute vor einem Jahr
Als Erinnerung an eine turbulente Zeit gestaltete ich mit den Fotos der vergangenen Monate einen Kalender für das darauffolgende Jahr. Zentrales Element ist eine fortlaufende Fotoleiste in der oberen Bildhälfte. Durch das Umblättern der Seiten wird Woche für Woche das jeweils nächste Bild dieser Fotoleiste hervorgehoben und mit einer Bildunterschrift näher erläutert. Die Bilder sind chronologisch im Jahresverlauf angeordnet, sodass man nachvollziehen kann, was in der entsprechenden Woche des Vorjahres geschehen war. Die untere Bildhälfte lässt Raum für persönliche Einträge zu den einzelnen Wochentagen. Diesen freien Bereich kann man entweder wie ein kalendarisches Tagebuch zur Reflexion über das Vergangene benutzen oder wie einen normalen Kalender zum Eintragen von zukünftigen Terminen. Ich gestaltete diesen Kalender nicht nur für mich selbst, sondern auch als sehr persönliches Weihnachtsgeschenk für Familienmitglieder – einerseits als Dank für das erwiesene Mitgefühl und andererseits, um noch einmal Revue passieren zu lassen, warum ich im Vorjahr etwas durch den Wind gewesen war. Die Feiertage, Gedenktage und Ferien waren jeweils personalisiert und abgestimmt auf die beschenkten Personen.
Blinder Fleck
Mein erster visueller Lebenslauf entstand für die verstorbene Großmutter meines damaligen Partners. Die geplante, minimalistische Abschiedsfeier im engsten Familienkreis schien mir der Persönlichkeit dieser lieben Frau, die ich sehr ins Herz geschlossen hatte, nicht gerecht zu werden. Daher sichtete ich ihren Fotonachlass und wählte einige repräsentative Bilder aus ihren acht Lebensjahrzehnten aus. Darunter waren bezaubernde historische Schwarz-Weiß-Fotografien aus ihrer Jugend genauso wie ein Bild, das wir in ihren letzten Wochen im Krankenhaus während unserer regelmäßigen Besuche gemacht hatten. Nach einigem Überlegen beschlossen wir, nicht ein einzelnes Bild für die Sterbenachricht auszuwählen, sondern alle wichtigen Episoden in die Bleistiftzeichnung einfließen zu lassen. Mir war wichtig, den Angehörigen in Erinnerung zu rufen, dass das Leben der Verstorbenen aus mehr bestanden hatte als bloß ihrer zunehmenden Erblindung und daraus resultierenden Hilfsbedürftigkeit im Alter. Die Zeichnung lieferte quasi das Bildmaterial zu den vielen Erzählungen und Gesprächen über ihr Leben, die wir mit ihr geführt hatten. Mein Honorar für diese Arbeit wurde schließlich sogar von der Sterbeversicherung als Teil der Begräbniskosten übernommen, was ich als erfreuliche Geste der Anerkennung betrachtete.
ATTAC: NO means NO
Wir drehten ein Informationsvideo gegen den Vertrag von Lissabon für die Social Media Kanäle von Attac [Association pour une taxation des transactions financières pour l´aide aux citoyens] – und hatten sichtlich Spaß dabei.
Familien Leporello
Ursprünglich war das Familien Leporello als Hochzeitsgeschenk konzipiert, mit dem das Paar die angeheiratete und die eigene Verwandtschaft näher kennen lernen kann. Für (angehende) Ahnenforscher ist das Familien Leporello aber zu jedem Anlass ein gutes Geschenk: Hinter den Buchdeckeln entfaltet sich jeweils ein Stammbaum, in den Namen, Lebensdaten, Fotos oder Erinnerungsstücke eingetragen werden. Das Leporello-Format ermöglicht eine außergewöhnliche Darstellung der Verwandtschaftsbeziehungen: die Ahnenlinien eines Paares erscheinen als zwei Seiten einer gemeinsamen Familiengeschichte. Sechs Generationen können so erfasst werden.
Schwangere Akte [SERIE]
Die Veränderungen, die eine Schwangerschaft im Körper einer Frau auslöst, sind faszinierend, weitreichend und gleichzeitig nur vorübergehend. Ein guter Grund also, um diesen einzigartigen Zustand künstlerisch als Erinnerung für die ganze Familie festzuhalten. Wenn Sie Aktfotos oder Gipsabdrücke nicht in ihrer Wohnung zur Schau stellen möchten, ist ein Gemälde eine geschmackvolle Alternative, die wir ganz nach ihren Vorstellungen und ihrem Lieblingsstil gestalten können.
Farbflächen [Serie]
Bei dieser Bilderserie habe ich versucht, abstrakte Farbkompositionen mit einem ähnlichen Pinselduktus wie bei den Aktbildern zu malen. Auch dort sind die unterschiedlich beleuchteten und gewölbten Hautpartien nichts anderes als reizvolle Farbkompositionen begrenzt duch ein paar Linien. Zumindest sehe ich das so während des Malprozesses.
Aktgemälde [SERIE]
Für meine erste Ausstellung beim Pillichsdorfer Kellergassenfest hatte ich beschlossen, Aktmalerei auf mittelgroßen Formaten auszuprobieren. Bereits bei der ersten Ausstellung 2003 konnte ich einige Werke verkaufen, sodass ich angespornt war, weiterzumachen. Inspiriert haben mich immer möglichst ausgefallene Blickwinkel auf den Körper. Da ohnehin einige Freunde und Studienkolleginnen ein Aktfotoshooting mit mir machen wollten, konnte ich ständig frische Motive aufstöbern.
Freu(n)de(n)fest
Diese Ausstellung fand zunächst im privaten Kreis der Familie Prix / Van Kelst statt. Der zweite Ausstellungstermin begleitete die von der Kunstgreißlerei veranstaltete öffentliche Lesung von Rudi Weiß in der Marktmühle Gaweinstal.
Offenes Atelier 2007
Kati Pregartner zu Besuch im Keramik-Atelier Karin Seifried im Burgenland.
Wein und Kunst 2007
Samstag, 28. April 2007 Sonntag, 29. April 2007 ab etwa 14 Uhr Pfarrkeller Kellergasse 2211 Pillichsdorf Das Kellergassenfest 'Wein und Kunst' wird jährlich veranstaltet vom Weinbauverein Pillichsdorf. Exponate Fotos & Einladung
Schattenpflanzen [Serie]
Haben Sie schon einmal bemerkt, welche interessanten Schatten Zimmerpflanzen an die Wand werfen, wenn man sie nur schwach aus dem richtigen Winkel beleuchtet? Diese Serie zeigt die Ergebnisse meiner Beleuchtungsexperimente. Erkennen Sie die abgebildeten Pflanzen? Hier die Auflösung: Sie sehen einen jungen Monsterblattphilodendron, eine Grünlilie, eine Dreimasterblume eine Clivie und einen Opuntia Kaktus. Bitte nicht gießen!
Santiago
Am Jakobsweg durch Südfrankreich, über die Pyrenäen ins Baskenland, weiter durch Asturien und Galizien bis zur Wallfahrtskirche Santiago de Compostela – das war die letzte längere gemeinsame Reise meiner Jugend, die ich zusammen mit meiner Mutter im VW T3 Campingbus unternahm. Diese Reise war eine prägende Erfahrung, die in einem erhabenen Blick in die hohe Kuppel der dunklen, vor spanischem Barock nur so triefenden Wallfahrtskirche kulminierte. Die Heiligen- und Märtyrerbilder, mit ihren fahlen, teils schon verwesenden Hauttönen und gequälten Körpern, beeindruckten mich und beeinflussten später meinen Zugang zur Aktmalerei. Doch in diesem Bild geht es nicht nur um die Erinnerung an jene Eindrücke, sondern vor allem um die architektonische Weite und den dramatischen Kontrast zwischen Licht und Schatten gebannt auf Leinwand unter Verzicht auf eine dritte Dimension.
Wein und Kunst 2006
Samstag, 29. April 2006 Sonntag, 30. April 2006 ab etwa 14 Uhr Pfarrkeller Pillichsdorf Kellergasse 2111 Pillichsdorf Das Kellergassenfest 'Wein und Kunst' wird jährlich veranstaltet vom Weinbauverein Pillichsdorf. Exponate Fotos & Einladungen
Kunstverein Mistelbach: Katalog 2005-2009
Im 5-Jahres-Katalog des Kunstvereins Mistelbach findet auch mein Beitrag im Kabinett aus dem Jahr 2006 Erwähnung. Herzlichen Dank an den damaligen Obmann Dr. Franz Schwelle für die Einladung in die Blaugelbe Viertelsgalerie!
NÖN: Der Körper als Objekt
von Michael Pfabigan Ausstellung / Kati Pregartner und Friedrich Gradisnik widmen sich in ihren Werken ganz dem menschlichen Körper: Fotorealistisch und abstrahiert. Mistelbach / Der menschliche Körper steht im Mittelpunkt der Ausstellung des Kunstvereins Mistelbach. Und doch: Unterschiedlicher könnten die Darstellungsweisen nicht sein. Während die junge Kati Pregartner auf fotorealistische Akte mit verspieltem Hang zu Perspektive … NÖN: Der Körper als Objekt weiterlesen
Kurier: Erntefrische Bilder
SCHONUNGSLOS OFFEN UND KRAFTVOLL: ERNTEFRISCHE BILDER von Eveline Meisel „Anlehnen verboten“ hieß es am Freitag im Kunstverein Mistelbach. Die nagelneuen Bilder von Friedrich Gradisnik sind nämlich ansatzlos von seiner Staffelei in Deutsch Wagram an die Galeriewände expediert worden. So frisch wie die noch nasse Ölfarbe ist auch sein letzter Zyklus – schonungslos offene, kraftvolle und … Kurier: Erntefrische Bilder weiterlesen
Kunstverein Mistelbach
Eröffnung: Freitag, 17. März 2006, 19 Uhr Ausstellungsdauer: 18. März – 23. April 2006 Samstag, Sonntag und Feiertag 14 bis 18 Uhr Barockschlössl Museumgasse 4 2130 Mistelbach Diese Ausstellung wurde veranstaltet vom Kunstverein Mistelbach und der Blau-Gelben Viertelsgalerie. Ausstellungsbeteiligung von Kati Pregartner im Kabinett auf Einladung von Dr. Franz Schwelle, Obmann des Kunstvereins Mistelbach. In … Kunstverein Mistelbach weiterlesen
NÖN: Eine schöne Stimme des Jazz
Jazz und Malerei / Ein fabelhaftes Konzert der Gruppe "Together" mit der kongenialen Sängerin Simone Kopmajer und Akte von Kati Pregartner begeisterten in der Marktmühle: GAWEINSTAL / Zwei außerordentlich talentierte junge Frauen und eine hervorragende Jazzband begeisterten ihr Publikum vergangenen Samstag in der Gaweinstaler Marktmühle. Simone Kopmajer zelebrierte mit der Band "Together" wunderschöne Jazzstandards, die … NÖN: Eine schöne Stimme des Jazz weiterlesen
Malerei und Jazz in der Mühle
Samstag, 10. September 2005, 19 UhrSonntag, 11. September 2005, ganztägigSamstag, 1. Oktober, 16 Uhr Marktmühle GaweinstalMühlgasse 72191 Gaweinstal Presseartikel ‘Eine schöne Stimme des Jazz’ (NÖN) ansehen Exponate Fotos & Einladungungen
Wein und Kunst 2005
Samstag, 23. April 2005 Sonntag, 24. April 2005 ab etwa 14 Uhr Weinkeller von Wolfgang und Regina Gössinger Kellergasse 2111 Pillichsdorf Das Kellergassenfest 'Wein und Kunst' wird jährlich veranstaltet vom Weinbauverein Pillichsdorf. Exponate Fotos & Einladung
Vatertag
Was schenkt man einem Vater, der selbst alles kaufen kann, was er braucht? Mein Vorschlag: Aufmerksamkeit und eine Reise in die wilde Jugend – kompakt zusammengefasst auf Papier! Das kann natürlich auch bunter ausfallen als auf diesem Beispiel ... Obendrein hat man dann beim Vatertagsbesuch auch gleich ein paar Geschichten oder Geständnisse zu erfragen ; )
Winterwein
Das ist einer meiner allerersten Malaufträge. Nachdem meine ehemalige, sehr kunstaffine Geografielehrerin bei einer Vernissage bereits eines meiner Aktbild gekauft hatte, wünschte sie sich noch ein großes Gemälde von Weinreben für ihre Küche. Weinstöcke im Winter erschienen mir durch den hohen Kontrast interessanter als ein grünes Blättergewirr, und sie war einverstanden.
Wein und Kunst 2004
Samstag, 17. April 2004 Sonntag, 18. April 2004 ab etwa 14 Uhr Weinkeller von Wolfgang und Regina Gössinger Kellergasse 2111 Pillichsdorf Das Kellergassenfest 'Wein und Kunst' wird jährlich veranstaltet vom Weinbauverein Pillichsdorf. Exponate Fotos & Einladung
Be8ung
Vernissage: Freitag, 14. November 2003, 19.30 Uhr Ausstellungsdauer: 17. November 2003 – 12. Februar 2004 zu Amtszeiten Rathaus Amstetten Rathausstraße 1 3300 Amstetten Diese Ausstellung wurde vom Jugendzentrum im Rahmen der Amstettner Kulturwochen veranstaltet. Exponate
Ziborium Mantel
Im Rahmen eines zweiwöchigen Ferialpraktikums durfte ich bei der Stelle für Liturgische Paramente des Bistums St. Pölten ein sogenanntes Ziborium Manterl restaurieren — das ist ein Stoffumhang, der den Kelch im Tabernakel schützt. Die alte Goldstickerei war noch gut erhalten, sodass nur der Stoff und die Goldborte getauscht werden mussten.
Pilzkopf
Eines meiner frühen Werke in Buntstift. Bis dahin hatte ich eher Kohlezeichnungen gemacht. Heute, 20 Jahre später, freut es mich sehr, eine Portraitzeichnung von meiner ersten großen Liebe zu haben. Damals hab ich gelernt, das Papier mit den Stiften so lange zu streicheln, bis das Gesicht herausmodelliert ist. Und genau das mache ich bis heute bei jeder meiner Portraitzeichnungen. Fühlen Sie sich also gestreichelt ; )
Wein und Kunst 2003
Samstag, 26. April 2004 Sonntag, 27. April 2004 ab etwa 14 Uhr Weinkeller von Wolfgang und Regina Gössinger Kellergasse 2111 Pillichsdorf Das Kellergassenfest 'Wein und Kunst' wird jährlich veranstaltet vom Weinbauverein Pillichsdorf. Exponate Fotos
Photodendron
Als Geschenk für einen runden Geburtstag habe ich das Cover eines spiralgebundenen Fotoalbums mit einem Philodendronmuster verziert.
Aktzeichnungen [SERIE]
Als neu zugezogene Wienerin war ich vom umfangreichen Angebot der Künstlerischen Volkshochschule im 9. Bezirk absolut begeistert. Als Einstieg in das Thema "Akt" und um meinen Strich flüssig zu halten, besuchte ich dort einen Aktzeichenkurs, bei dem die Posen etwa alle 15-20 Minuten gewechselt wurden. Hier sind einige Ergebnisse: ...
Salome
Diese Skizzen entstanden im Rahmen meiner Aufnahmeprüfung im Oktober 2001 für Bernhard Klebers Bühnenbild-Klasse an der Wiener Universität für Angewandte Kunst.
Richard III
In den Sommerferien nach der Matura habe ich für die Aufnahmeprüfung in Bernhard Klebers Bühnenbildklasse an der Universität für Angewandte Kunst ein Bühnenbild für William Shakespeares "Richard III" erarbeitet. Zur Prüfung durfte ich antreten, aber in die Klasse wurde ich leider nicht aufgenommen mit der Begründung, meine Arbeiten seinen zwar reif, ich selber mit 18 wäre aber noch zu jung ...
Jaws [Storyboard]
Im Film-Unterricht an der Luther College High School in Regina, Kanada, stellten wir eine einzelne Szene aus dem Film "Der weiße Hai" [Steven Spielberg, 1975] möglichst originalgetreu nach. Das Semesterprojekt durchlief alle Stadien einer echten Filmproduktion. Ich war unter anderem zuständig für die Erstellung der Storyboards.
